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Ablauf eines Strafverfahrens

Sieht man sich zum ersten Mal als Betroffener oder als Verwandter eines Betroffenen mit einem Strafverfahren konfrontiert, ist es ratsam, sich mit dem genauen Ablauf eines Strafverfahrens vertraut zu machen. Wie ein Strafverfahren abläuft, ist durch die Strafprozessordnung (StPO) und das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) geregelt. Das Strafverfahren gliedert sich in mehrere Stationen mit jeweils unterschiedlichen Aufgaben. Im Wesentlichen kommt es zu folgenden Verfahrensabschnitten:

  • Das Ermittlungsverfahren
  • Das Zwischenverfahren
  • Das Hauptverfahren
  • Das Vollstreckungsverfahren

Im Ermittlungsverfahren werden der Sachverhalt ermittelt und Beweise gesammelt

In Zusammenarbeit mit anderen Behörden untersucht die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt der vermeintlichen Straftat. Die Aufgabe für die öffentlichen Ankläger besteht darin, herauszufinden, ob der Beschuldigte „hinreichend verdächtig“ ist. Das bedeutet, für die Staatsanwaltschaft ist eine Verurteilung am Ende des Gerichtsverfahrens wahrscheinlicher als ein Freispruch. Nach § 160 Absatz 2 StPO muss die Staatsanwaltschaft nicht nur belastende, sondern auch entlastende Beweise für den Täter sammeln. Ist der Sachverhalt ermittelt und alle Beweise gesammelt, stellt sie entweder das Verfahren ein oder erhebt Anklage. Ob gegen Sie ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, erfahren Sie durch eine per Post zugesandte Vorladung.

Mit Eingang der Anklageschrift beginnt das Zwischenverfahren

Sollte die Staatsanwaltschaft Anklage erheben, kommt es zum Zwischenverfahren. Die Funktion des Zwischenverfahrens besteht darin, aussichtslose Anklagen auszusortieren und somit unnötige Strafverfahren zu vermeiden. Hierbei prüft das Gericht, genauso wie die Staatsanwaltschaft zuvor, ob nach dem Sachverhalt zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine Verurteilung wahrscheinlich ist. Besteht nach § 203 StPO eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Verurteilung, eröffnet das Gericht das Hauptverfahren.

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Im Hauptverfahren entscheidet sich, ob der Angeklagte verurteilt oder freigesprochen wird

Ob der Angeklagte am Ende des Strafverfahrens verurteilt oder freigesprochen wird, entscheidet sich im Hauptverfahren. Hier verschafft sich das Gericht einen persönlichen Eindruck vom Sachverhalt, vom Angeklagten, von den sonstigen Beweisen sowie Zeugen. Zu Beginn befragt das Gericht den Angeklagten zu seiner Person bis anschließend die Verlesung der Anklageschrift erfolgt. Daraufhin folgt durch das Anhören von Zeugen und Sachverständigen die Beweisaufnahme. Am Ende halten die Staatsanwaltschaft und der Strafverteidiger ihr Plädoyer, bevor der Angeklagte das letzte Wort vor der Urteilsverkündung hat.

Die im Urteil ausgesprochene Strafe wird im Vollstreckungsverfahren durchgesetzt

Sobald das Urteil rechtskräftig geworden ist, kommt es zum Vollstreckungsverfahren. Hier erfolgt die Strafvollstreckung durch die Staatsanwaltschaft, die in diesem Verfahrensabschnitt als Vollstreckungsbehörde auftritt. Bei der Strafvollstreckung gegen Jugendliche oder gegen nach Jugendstrafrecht verurteilte Heranwachsende ist nach § 82 Absatz 1 JGG der Jugendrichter als Vollstreckungsleiter tätig. Auch während der Urteilsvollstreckung ist die Beratung durch einen Strafverteidiger ratsam. Er kann besonders im Strafvollzug Ihre Rechte wahrnehmen und gegebenenfalls eine vorzeitige Haftentlassung erwirken.

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Inga Stremlau

Rechtsanwältin für Strafrecht und Migrationsrecht

Inhaberin der Kanzlei Stremlau
Mitglied im Deutschen Anwalts Verein

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